Um gut sprechen lernen zu können und auch Freude am Sprechen zu haben, brauchen Kinder ein sprachfreundliches Klima und eine sprachanregende Umgebung. Ganz wichtig sind dabei vertrauensvolle Beziehungen der Erzieherinnen zu den Kindern und Familien. Das tägliche miteinander Sprechen in vielfältiger Weise ist somit Sprachförderung im alltäglichen Umfeld in unserer Kindertageseinrichtung. Dies bedeutet für uns, die Kinder möglichst im alltäglichen Miteinander in ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen. Es sind die alltäglichen Situationen, die die Kinder aus einem eigenen Bedürfnis herraus motivieren, ihre Sprachkenntnisse vorranzutreiben. Dabei kann die Kinder der ganze Tagesablauf, also z. B. die Raumgestaltung, Materialien, Spiele, Lieder, Bilderbücher, Kreisspiele usw. zum Sprechen motivieren. Bei der Sprachförderung im Alltag geht es uns Erzieherinnen darum, sensibeler zu werden, wann welche Kinder in ihrer Sprachentwicklung gefördert werden und dementsprechend im alltäglichen Arbeiten zu handeln. Die sprachliche Förderung der Kinder gehört neben der Sozialerziehung zu den wichtigsten Aufgaben unserer KiTa und darf nicht dem Zufall überlassen werden. Aus diesem Grund arbeiten wir bewusst mit der Aufnahmebereitschaft der Kinder in dieser Entwicklungsphase. Im Vordergrund bei der Sprachförderung steht immer der Spaß, da so bei den Kindern eine viel größere und Aufnahmebereitschaft vorhanden ist. Natürlich arbeiten wir mit den Kindern immer auf spielerische Weise. Sprachförderung fängt schon bei einem einfachen Dialog an. Aber auch Lieder und Reime können unseren Wortschatz erweitern und die Einheiten unseres Lautsystems festigen. Auch dürfen hier Regelspiele und Rollenspiele nicht fehlen, wo man beispielsweise Satzbau und Frageverstehen erlernt. Viele Schwierigkeiten und Probleme, mit denen sich die örtlichen Grundschulen "herum plagen" müssen und die dort mit oft aufwendigen Fördermaßnahmen behoben werden, ließen und lassen sich vermeiden. Aus diesem Grund legen wir in unserer Einrichtung besonders großen Wert auf Sprachförderung und fangen bereits in der KiTa damit an. Durch eine begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung (BaSiK) von Renate Zimmer, die wir einmal jährlich durchführen, wird die Sprachkompetenz nicht einmal und punktuell, sondern begleitend im pädagogischen Alltag dokumentiert. So kann der individuelle Sprachentwicklungsverlauf eines Kindes in unterschiedlichen Kompetenzbereichen dargestellt werden.

Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist der Lebensbezogene Ansatz. Der Lebensbezogene Ansatz ist eine zeitgemäße, traditionsbewusste, kind - und zukunftsorientierte Bildungskonzeption. Das Kind wird ernst genommen als Person mit seinen Bedürfnissen, u.a. nach Erziehung, Bildung und Betreuung, festgelegt im Kinderbildungsgesetz. Im Vordergrund steht das Leben und Lernen der Kinder in Gemeinschaft mit den Erzieherinnen.

Der Lebensbezogene Ansatz bedeutet für uns:

Orientierung an Werten und Zielen, geprägt durch unser christliches Menschenbild, im Hinblick auf unsere heutige Gesellschaft

Leben in der Gegenwart und Vorbereitung auf die Zukunft ( Schule und das Leben als Erwachsener)

Zusammenleben mit Kindern anderer Nationen und Beeinträchtigungen

Leben als Vergangenheit schätzen (Vermittlung von Traditionen und Kulturgütern)

Nähe zum realen, tatsächlichen Leben, wie es den Kindern begegnet

Überleben von Natur und Menschheit bedenken, Verantwortung für die Schöpfung - Weiterleben

Erleben, Experimentieren, Hilfe zur Selbsthilfe, statt mediatisierte Vermittlung

Erleben als Methode und Prinzip

Formen und Methoden der Lebensbezogenen Pädagogiik

  • freies Spiel
  • individuelles und kleingruppenspezifisches Aktivitätsangebot
  • Projektarbeit

Pädagogische Ziele

Die Kinder sollen sich in unserer Einrichtung wohl fühlen und gerne in die KiTa kommen. Die Kinder sollen mit den Werten des christlichen Glaubens vertraut gemacht werden. Jedes Kind soll innerhalb der Gruppe seinen Platz finden und Möglichkeiten erhalten, soziale Kontakte zu knüpfen. Dabei soll es unterschiedliche Verhaltensweisen, Situationen und Probleme erleben. Die Kinder sollen zu Eigeninitiative, freiem Denken und Handeln herausgefordert werden. Jedes Kind soll sich selbst wahrnehmen, seine Fähigkeiten, aber auch seine Grenzen erfahren und die Möglichkeit erleben, sie zu erweitern oder gegebenenfalls zu akzeptieren. Die kindliche Neugier und Freude am Entdecken soll unterstützt werden. Die Kinder sollen die besten Möglichkeiten einer vorschulischen Bildung erhalten, um für die Schule gut vorbereitet zu sein.

 

 

Wie verstehen wir unseren Auftrag als Kita der Pfarrgemeinde St. Clemens?

Wir arbeiten auf der Grundlage des Evangeliums, jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes. Unsere KiTa St. Clemens ist ein Teil der Pfarrgemeinde. Wir wollen Kindern helfen sich zu entwickeln, mit ihren eigenen Fähigkeiten. Unsere KiTa ist der Ort, wo die elementaren Erfahrungen von Glauben und der Beziehung zu Gott gemacht werden können. Unser Angebot ist daher eine familienergänzende christliche Erziehung um eine Beziehung zu Gott, den Mitmenschen und zur Schöpfung aufzubauen. Das Kirchenjahr ist für uns ein inhaltlicher Leitfaden für die religionspädagogische Arbeit.

Welche gesellschaftliche Verantwortung tragen wir?

Wir wollen Kinder als Zukunft unserer Gesellschaft in ihrer individuellen Entwicklung umfassend und ganzheitlich fördern. Dabei sind für uns die christlichen Werte das Fundament für ein gelingendes Zusammenleben. Unsere Arbeit trägt dazu bei, das Zusammenleben und die Integration zu fördern.

Träger unserer KiTa ist die Katholische Kirchengemeinde St. Clemens. Die KiTa versteht sich als aktiver Bestandteil der Gemeinde. Viele Kinder sind in dieser oder anderen Gemeinden katholisch getauft. Bei der Taufe hat die Gemeinde den Kindern das Versprechen gegeben, für sie da zu sein. Ein Teil dieses Versprechens wird durch die KiTa eingelöst. Wir orientieren unser Handeln in der KiTa an den Werten des christlichen Glaubens. Leitfaden unserer religionspädagogischen Arbeit ist das Kirchenjahr. Wir erzählen den Kindern biblische Geschichten und vertiefen deren Inhalt durch zusätzliche Angebote. Hinzu kommt das Feiern der Kinderkirche, die Beteiligung an Familiengottesdiensten und Gemeindeaktivitäten. Es ist uns wichtig, dass der Glaube sich nicht auf einzelne Geschichten, Angebote und Aktivitäten, beschränkt, sondern die Grundlage unseres Zusammenlebens in der KiTa ist.

Gemeinsame Erziehung in unserer Kindertageseinrichtung

Unserem christlichen Menschenbild entsprechend möchten wir als kath. Kindertageseinrichtung behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreuen und fördern. Das entspricht unserer Sicht vom Kind, wir sehen Kinder als Geschenke Gottes und nehmen sie in ihrer Unterschiedlichkeit so an, wie sie sind. Wir halten es für wichtig, behinderte Kinder in ihrem Wohnumfeld zu integrieren.